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Ab ins Internet

Es gibt wohl kaum eine andere Dienstleistung, die in relativ kurzer Zeit so viel günstiger geworden ist, wie der Anschluss ans Internet. Noch vor einigen Jahren kostete dieser viel mehr und war dabei von der Leistung her auch noch wesentlich schlechter.

Wäre die Bahn in den letzten zehn Jahren um so viel günstiger geworden wie der Internetanschluss, so könnte heute wohl jeder für wenige Euro quer durch Deutschland reisen und die Fahrt würde nur auch nur noch 10 Minuten dauern. Für Internet-Nutzer ist der Anschluss ans Netz kein grosses Thema mehr, ist der Preis in den letzten zehn Jahren doch um einiges gesunken und bietet jetzt dazu auch noch wesentlich mehr Leistung.

Trotzdem ist der Internetanschluss wegen der Struktur des Internets ein komplexes Produkt. Das Internet ist kein homogenes Netzwerk, sondern ein Netz von Netzen. Der PC zu Hause hängt dabei am äußersten Ende.

Durch das Internet ziehen sich weltweit einige zentrale Verbindungsleitungen, auch Backbones genannt. Provider mieten sich den Zugang zu diesen Backbones bei den Betreibern und sind so letztlich Wiederverkäufer. Dies ist ein wichtiger Teil der Kosten eines Internetanschlusses. Gerade die Atlantikleitung nach Nordamerika ist sehr kostenintensiv, da ein erheblicher Teil der Websites auf Servern in den USA gespeichert ist.

Ein weiterer Teil der Internetanschluss-Kosten ist die Verbindung vom Provider zum PC zu Hause. Technisch gibt es zwei Möglichkeiten, einen solchen Breitband-Anschluss zu realisieren.

Internet über die Telefonleitung (DSL)

DSL ist die zur Zeit häufigste Technik für digitale Breitbandanschlüsse. Bei Telefonanschlüssen gibt es jeweils Frequenzbereiche, welche von der Telefonie ungenutzt sind und somit für den Zugang ins Internet verwendet werden können.

Der grundlegende strukturelle Unterschied zu herkömmlichen Daten-verbindungen über analoge Telefonanschlüsse oder ISDN besteht darin, dass die eigentliche Verbindung nicht zwischen zwei Teilnehmern, sondern nur auf der letzten Meile zwischen Teilnehmer und Vermittlungsstelle aufgebaut wird.

Internet über die Kabelfernsehleitung

Der Internetanschluss über TV-Kabelnetze ist nach den DSL-Anschlüssen weltweit die am häufigsten verwendete breitbandige Zugangstechnik. Wegen der Baumstruktur des Kabelnetzes werden in Sende- und Empfangsrichtung unterschiedliche Modulationsverfahren angewendet.

Aus historischen Gründen sind die meisten deutschen Kabelnetze nur für Fernsehverteilung ausgebaut. Vielerorts können die Signale nicht bidirektional übertragen werden, womit ein Internetanschluss oft nicht ohne Modernisierung möglich ist. In der Schweiz und in Österreich ist die Verbreitung der Internetanschlüsse übers Kabelfernsehen etwa ebenso hoch wie die der DSL-Anschlüsse.

 

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